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ixsight Report 2. Quartal 2022

2. November 2022
Stock-Nr.: 379023614
Stock-Nr.: 379023614

Informations- und Verordnungsverhalten niedergelassener Ärzte verändert sich

Die Covid-19-Pandemie hat bis heute Einfluss auf den Alltag vieler Menschen, doch für niedergelassene Ärzte ist das Thema nach wie vor eine besondere Herausforderung. Dies zeigen nicht zuletzt die regelmäßig erscheinenden ixsight-Reports, die von Quartal zu Quartal große Veränderungen bei Verordnungen und Informationsaufrufen zeigen. Die Daten basieren auf einem eigens dafür geschaffenen Ärzte-Panel von intermedix und dem Mutterkonzern CompuGroup Medical. Mithilfe dieser Daten unterstützen intermedix-Experten Arzneimittelhersteller dabei, Kommunikation und Information für Ärzte in optimaler Weise zu gestalten.  

In der aktuellen Ausgabe wird deutlich, dass Covid-19-bezogene Diagnosen und Informationsanfragen bei niedergelassenen Ärzten (Fachrichtung; HAPI) im zweiten Quartal 2022 eine deutlich geringere Rolle gespielt haben: Der ICD-10-Code U11 für die „Notwendigkeit der Impfung gegen Covid-19“ taucht in den Top-Ten beispielsweise gar nicht mehr auf. Es dominieren wieder chronische Erkrankungen wie die „Essentielle (primäre) Hypertonie“ (ICD-10-Code: I10) mit fast 17 Mio. oder auch „Störungen des Lipoproteinstoffwechsels und sonstige Lipidämien“ (ICD-10-Code: E78) mit rund 9,8 Mio. Einträgen in HAPI-Praxen.  

Ein besonders großes Informationsbedürfnis bei niedergelassenen Ärzten bestand hingegen im Hinblick auf die FSME-Impfung (ATC-Code: J07BA01): 9.680 Aufrufe von Informationen je 1.000 Ärzte zu diesem Wirkstoff wurden verzeichnet. Interessant sind auch weitere saisonale Entwicklungen: So ist besonders das Interesse am Antihistaminikum Desloratadin (R06AX27) gestiegen, das vor einigen Jahren zur oralen Anwendung bei allergischer Rhinitis (Heuschnupfen) und Urtikaria aus der Verschreibungspflicht entlassen wurde.  

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass trotz der besonders OTC-relevanten Heuschnupfen-Zeit die OTC-Verordnungen insgesamt betrachtet um etwa 10 Prozent zurück gegangen sind. Diese Entwicklung sollte als Chance dazu verstanden werden, für den Arzt bereitgestellte Informationen zu optimieren, um ihn bei der Informationsgewinnung bestmöglich zu unterstützen. Die Daten des Ärzte-Panels geben hierzu sehr detaillierte Insights, die Analysen sogar auf ATC-, ICD und PZN-Ebene ermöglichen. Beim Benchmarking zum Gesamtmarkt oder auch zu konkreten Wettbewerbern wird in einigen Fällen deutlich, dass Informationsdefizite bestehen.  

Das Informations- und Verordnungsverhalten von Ärzten war wohl selten so dynamisch wie in diesen Zeiten. Umso wichtiger ist es, die Herausforderungen und die Informationsbedürfnisse von niedergelassenen Ärzten datenbasiert zu verstehen. Gerade jetzt spielt die zielgerichtete und unterstützende Kommunikation eine Schlüsselrolle. 

Einblicke in den digitalen Praxisalltag von Ärzten
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