Moderna/Merck-Impf­stoff senkt Haut­krebs-Sterbe­risiko um 42 Prozent

23. Oktober 2026 | APAMED (APA-OTS)
Hautkrebs-Untersuchung.
Hautkrebs-Untersuchung.

Studienergebnis beruht auf Zahlen von mehr als 1.100 Patient*innen

Cambridge (Massachusetts) (APA/Reuters) - Der von den US-Firmen Moderna und Merck entwickelte mRNA-Krebsimpfstoff senkt einer Studie zufolge in Kombination mit einer bewährten Immuntherapie das Sterbe- und Rückfallrisiko bei schwarzem Hautkrebs (Melanom) deutlich. Die Behandlung verringere dieses Risiko um 42 Prozent, wie aus Daten hervorgeht, die am Samstag auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie in Madrid vorgestellt werden sollen.

Das Risiko einer Ausbreitung des Krebses sinkt laut dem Datensatz um 38 %. Die Ergebnisse basieren den Angaben zufolge auf den Ergebnissen von mehr als 1.100 Patient*innen in den ersten zwei Jahren nach der Behandlung.

Die Untersuchung ist die erste, die die Wirksamkeit eines personalisierten Ansatzes belegt. Dabei wird ein auf die einzigartigen Mutationen des jeweiligen Tumors zugeschnittener Impfstoff mit einem Medikament kombiniert, das dem Immunsystem bei der Krebsbekämpfung hilft. Der Impfstoff wurde zusammen mit Mercks Immuntherapie Keytruda getestet, die zu den weltweit meistverkauften Medikamenten zählt.

Moderna und Merck hatten bereits im August berichtet, die Studie sei erfolgreich gewesen - jedoch keine Details genannt. Analysten an der Wall Street haben im Vorfeld der Präsentation auf eine Verringerung des Rückfallrisikos um mindestens 40 % gehofft.

Moderna-Aktien hatten im August vor Bekanntwerden der Studie bei rund 63 Dollar notiert und dann binnen eines Tages 177 % zugelegt. In den Wochen danach kletterte der Kurs weiter und lag zuletzt bei rund 245 Dollar. Nach Bekanntwerden der Details zu dem verringerten Risiko sackten die Papiere am Donnerstag gleichwohl um bis zu 25 % auf 181 Dollar ab.