Apothekenmarketing: Digitale Lösungen punkten am Point of Sale

Oliver Thamm, Spezialist für Apothekenmarketing bei intermedix, spricht im Interview darüber, wie datenbasierte Ansätze, moderne Kommunikationstools und Apotheken-TV nicht nur die Beratung vor Ort stärken, sondern auch weitere Potenziale für Apotheken und Industrie erschließen können. Digitale Lösungen verändern die Welt der Apotheken rasant – und stellen die Weichen für ein neues Selbstverständnis am Point of Sale.  

 

Warum gewinnt Apothekenmarketing aktuell so stark an Bedeutung?

Die Apotheke bleibt für viele Menschen die erste Anlaufstelle bei Gesundheitsfragen – und das in einem sich stetig wandelnden Marktumfeld. Gerade jetzt ist es wichtig, die Rolle der Apotheke als persönliche und kompetente Beratungsstelle zu stärken. Professionelles Apothekenmarketing trägt dazu bei, diese Position weiterzuentwickeln und sieht die Apotheke als zentralen Partner im Gesundheitssystem. Das ist nicht nur für die Apotheken selbst, sondern auch für die Industrie von hoher Relevanz und im OTC-Bereich sicherlich einer der wichtigen Trends im Jahr 2026.

 

Welche Rolle spielen digitale Lösungen im Apothekenmarketing?

Digitale Lösungen sind ein zentraler Baustein, um Beratungsprozesse effizient zu gestalten und wirtschaftliche Potenziale zu erschließen. Tools wie digitale Beratungsimpulse am HV-Tisch oder Cross-Selling-Mechanismen in der Apothekensoftware helfen, Zusatzverkäufe zu generieren, ohne den Beratungsaufwand zu erhöhen. Im Gegenteil: Das schafft gleichzeitig Entlastung und Mehrumsatz in den Apotheken. Auch Medien wie Apotheken-TV steigern die Sichtbarkeit von Marken und Produkten direkt am Point of Sale. Bei intermedix setzen wir gezielt auf solche Workflow-integrierten Lösungen für Apothekenteams im Alltag. Kombiniert werden können solche Aktivitäten mit Bevorratungsaktionen und passenden Schulungen.

Oliver Thamm, Senior Account Manager Pharmacy Solutions
Ein weiterer klarer Trend ist die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung im Apothekenalltag.

Oliver Thamm, Senior Account Manager Pharmacy Solutions

Die stationäre Apotheke ist analog: Wie profitiert die Industrie von datenbasierten Marketingmaßnahmen?

Am Anfang unserer Projekte stehen datenbasierte Analysen - und die haben direkten Einfluss auf die Vor-Ort-Apotheken. Auf dieser Basis können wir beispielsweise gezielte Sortimentsempfehlungen geben, regionale Nachfrageschwerpunkte erkennen und die Position im Wettbewerbsumfeld unserer Kunden einschätzen. So lassen sich Marketingmaßnahmen vor Ort auch im analogen Umfeld passgenau gestalten – weg von generischen Kampagnen, hin zu maßgeschneiderten Lösungen. Das erhöht die Effizienz und sorgt dafür, dass sowohl Apotheken als auch die Industrie von Marketingmaßnahmen besser profitieren.

 

Welche Trends sehen Sie noch im Apothekenmarketing?

Ein weiterer klarer Trend ist die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung im Apothekenalltag. Digitale Tools wie Produkthinweise oder Cross-Selling-Impulse direkt in der Apothekensoftware gewinnen an Bedeutung. Auch TV-Kampagnen, die mit solchen Impulsen und Couponing-Mechanismen kombiniert werden, sind auf dem Vormarsch. Dies alles verbessert die Effizienz und Beratungsqualität und stützt damit das zentrale Alleinstellungsmerkmal der Vor-Ort-Apotheke: die persönliche Beratung.

 

Wie wird sich das Apothekenmarketing weiterentwickeln?

Wir gehen davon aus, dass die Bedeutung der Apotheke für die Gesundheitsversorgung weiter zunehmen wird – etwa durch zusätzliche Aufgaben wie Medikationsanalysen, Impfungen oder die Beratung zu chronischen Erkrankungen. Digitale und datenbasierte Lösungen werden diesen Wandel begleiten und die Apotheke als wichtigen Partner stärken. Ziel ist es, die Beratungskompetenz vor Ort auszubauen und wirtschaftliche Potenziale optimal zu nutzen. Bei intermedix arbeiten wir kontinuierlich daran, solche innovativen Ansätze für ein zukunftsfähiges Apothekenmarketing zu entwickeln.