Weihnachtsspende für Klinikclowns

Zu Weihnachten unterstützen wir die Koblenzer Klinikclowns für mehr Leichtigkeit in schweren Momenten. 

Auch für dieses spezielle Feld existieren Studien und die zeigen: Klinikclowns können Angst und Schmerzen bei Kindern senken und die Stimmung und die soziale Teilhabe bei vielen Senioren verbessern, etwa mit Demenz. Das deckt sich mit den Erfahrungen der Koblenzer Clowns: Kurze Momente der Freude können den Klinik- oder Heimalltag spürbar entlasten, für Patienten, Angehörige und Teams.

Die Koblenzer Klinikclowns arbeiten ehrenamtlich und investieren kontinuierlich in Aus- und Weiterbildung. Denn zum Clownsein gehören auch viele handwerkliche Aspekte, zum einen für die Kunst, zum anderen für das besondere Setting, damit Besuche hygienisch korrekt und im engen Austausch mit Pflege und Familien erfolgen.

Wenn Sie die Arbeit der Klinikclowns an unserem Stammsitz in Koblenz ebenfalls unterstützen möchten, finden Sie hier alle Informationen: Zur Spendenseite

Kurzinterview: 5 Fragen an Christa Steinebach (Clown Mira Bella)

Christa Steinebach, 1. Vorsitzende der Koblenzer Klinikclowns e. V.
Ein Moment Leichtigkeit kann viel bewegen.

Christa Steinebach, 1. Vorsitzende der Koblenzer Klinikclowns e. V.

Die Koblenzer Klinikclowns e. V. schenken kranken Kindern in Kliniken sowie Menschen in Pflegeeinrichtungen kurze, gute Momente. Christa Steinebach leitet den Verein ehrenamtlich und ist selbst als „Mira Bella“ aktiv im Einsatz. Im Gespräch erklärt sie, warum Improvisation professionelle Vorbereitung braucht, wie Besuche ablaufen und wofür Spenden konkret eingesetzt werden.  

Was nehmen Sie mit in jedes Zimmer – und was lassen Sie bewusst draußen?

Wir bringen Zeit, offene Ohren und unsere rote Nase mit – und lassen jeden festen Plan draußen. Wir reagieren auf das, was wir vorfinden: Manchmal sind es Lieder, manchmal leises Zuhören, manchmal ein kleiner Zauber. Das Wichtigste ist die Begegnung auf Augenhöhe.  

Wie erleben Kinder, Eltern und Senioren Ihre Besuche?

Oft sehen wir, wie Anspannung nachlässt: Ein Kind fängt an zu staunen, Eltern atmen durch, Senioren kommen über ein Lied aus der Kindheit ins Lächeln. Für ein paar Minuten rückt das Schwere in den Hintergrund – das tut allen gut. Ein Moment Leichtigkeit kann viel bewegen.

Improvisation klingt spielerisch. Wie viel Handwerk gehört zum Clownsein?

Improvisation ist tatsächlich unser Handwerk – dahinter stehen Ausbildung, regelmäßige Weiterbildung, in unserem speziellen Setting zudem klare Hygiene- und Sicherheitsregeln sowie ein enger Austausch mit Pflege und Familien. Wir achten Grenzen, holen vor dem Betreten Informationen ein und wahren Vertraulichkeit.

Wofür helfen Spenden ganz konkret?

Spenden machen im Grunde unsere Besuche erst möglich: Fahrtkosten, Requisiten und Instrumente, Schulungen und Supervision – all das finanzieren wir über Spenden. So können wir verlässlich in Kliniken und Pflegeeinrichtungen da sein und Qualität sichern.

Ihre Clownfigur „Mira Bella“ – was macht sie aus?

Mira Bella ist albern, aber auch manchmal ganz leise, jedenfalls immer einfühlsam und neugierig. Sie liebt kleine Wunder wie Seifenblasen und Luftballontiere. Vor allem aber liebt sie die Menschen, denen sie begegnet. Ein ehrliches Lächeln ist für sie das größte Geschenk.